Einführung

Die Tauschzentralen wurden während des Zweiten Weltkrieges vom nationalsozialistischen Regime als Alternative zum Schwarzmarkt eingerichtet. Nach dem Krieg wurden diese Einrichtungen von den Alliierten in sämtlichen Besatzungszonen Deutschlands und Österreichs weiter ausgebaut, so dass sie in den Städten, auch in vielen kleineren Orten Teil des Alltages wurden. Im Vergleich zum Schwarzmarkt dürfte das Umsatzvolumen allerdings recht unbedeutend gewesen sein.

Zur Funktionsweise: Jemand brachte einen Gebrauchsartikel, etwa ein gebrauchtes Radio, in die Tauschzentrale. Der Preis wurde gutachterlich geschätzt, wobei der Vorkriegswert der Reichsmark als Maßstab benutzt wurde. Im Gegenzug konnte man sich etwas aus dem Pool der vorhandenen Güter aussuchen oder erhielt einen Coupon, um später eine Auswahl zu treffen.

Diese Webseite bietet einen Überblick zu diesem Thema. Bislang gibt es hierzu nur wenige wissenschaftliche Arbeiten, die allerdings einen Einstieg in die Forschung ermöglichen (siehe "Literatur"). Auch allgemein an historischen Themen interessierten Menschen mögen hier Anregungen finden. Vielleicht haben Sie ein besonderes Interesse an der Geschichte Ihrer Stadt oder Ihrer Region? Möglicherweise ist diese bereits in unserem Ortsverzeichnis mit aufgeführt. Falls nicht, bin ich für Hinweise dankbar.